Allgemeine Informationen

Weitere Bezeichnungen für die Kernspintomographie sind:

MRT (MagnetResonanzTomographie)
NMR (Nuclear Magnetic Resonance)
MRI (Magnetic Resonance Imaging).

Umgangssprachlich wird am häufigsten die Abkürzung „Kernspin“ oder „MR“ oder auch „MRT“ verwendet.

Die Kernspintomographie ist das jüngste radiologische/nuklearmedizinische Untersuchungsverfahren, das enorm hohe technische Anforderungen stellt. Die Kernspintomographie ist sozusagen die zweite große Revolution in der Bildgebung nach Entdeckung der Röntgenstrahlen zu Beginn des letzten Jahrhunderts und Erfindung der Computertomographie in den 70-er Jahren. Es können sämtliche Körperabschnitte von Kopf bis Fuß untersucht werden. Sie erzeugt ähnlich der Computertomographie Schnittbilder des menschlichen Körpers. Im Gegensatz zur CT ist die Erzeugung der Schnittbilder in allen Raumebenen möglich. Ebenfalls im Gegensatz zur CT, dem konventionellen Röntgen sowie auch der Nuklearmedizin werden keine Röntgenstrahlen oder radioaktive Gamma- oder Betastrahlen verwendet, also keine sog. „ionisierende“ d.h. biologisch wirksame Strahlung. Sondern die Kernspintomographie verwendet als Grundlage ein starkes statisches Magnetfeld in Kombination mit magnetischen Wechselfeldern und kurzen Radiowellen. Es handelt sich somit um eine äußerst schonende Methode, bei der eine biologische Strahlenwirkung bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt ist.
Die MRT wurde als bildgebendes diagnostisches Verfahren ab 1973 im wesentlichen von P. C. Lauterbur und von Sir P. Mansfield entwickelt. Es steht seit 1985 zur Verfügung. Beide Wissenschaftler wurden dafür 2003 mit dem Medizin -Nobelpreis ausgezeichnet.
Bekannt ist das Prinzip der Magnetresonanz aber bereits schon seit 1948, es wurde von F. Bloch und G. M. Purcell entdeckt. Beide Wissenschaftler erhielten 1953 dafür den Nobelpreis für Physik.

Ein Charakteristikum für die MRT ist der enorme apparativ-technische und bauliche Aufwand und die komplexe Beeinflussung der Bildkontraste mit der Möglichkeit von falsch positiven und falsch negativen Befunden. Die Artefakte sind zahlreicher als bei anderen Verfahren (s.a.u.)